Lehrerausbildung

Die Ausbildung von Lehrkräften ist eine wichtige Aufgabe, da gut ausgebildete Lehrkräfte mit viel Empathie und umfangreichen Kenntnissen die Voraussetzung sind für eine gelingende Schule. Um den Studierenden in vielerlei Form Einblicke in den Berufsalltag des Lehrers und in die Welt der Schule zu ermöglichen, bieten wir den Studierenden Praktikumsplätze an, begleiten sie mit betreuenden, erfahrenen Mentor/innen auf ihrem Weg durch das Lehramtsstudium:

1. Orientierungs- und Einführungspraktikum

Student/innen der Pädagogischen Hochschulen müssen im Rahmen ihres Lehramtsstudiums in den ersten Semestern ein Orientierungs- und Einführungspraktikum absolvieren. Dies sollte im gewählten Schwerpunkt erfolgen, entweder in der Primarstufe (Grundschule) oder in der Sekundarstufe (Haupt- Werkreal- oder Realschule).

Das Praktikum umfasst drei bis vier Wochen, in denen die Studierenden ihren künftigen Arbeitsplatz Schule mit all seinen Facetten erleben sollen. Erste Unterrichtsversuche unter Anleitung der betreuenden Mentoren gehören ebenso dazu wie Teilnahme an Konferenzen, Lerngängen, außerunterrichtlichen Unternehmungen usw. Die Studierenden sollen durch den engen Kontakt mit Schülern und Lehrern , durch die Mitarbeit, das Kennenlernen des Schulalltags und der Aufgabenbereiche einer Lehrkraft erkennen, ob der Beruf des Lehrers ihren Vorstellungen, Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Die Begleitung und Erziehung ist mehr als Unterricht vorbereiten und durchführen, es ist eine komplexe und stark emotionale und in schwierigen Situationen auch belastende Aufgabe. Zu sehen, ob man sich dieser Aufgabe stellen will und kann, ist Ziel des Orientierungs- und Einführungspraktikums.

2. ISP -Integriertes Semesterpraktikum- am BZ St. Konrad

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten findet aufgrund der neuen Prüfungsordnung seit dem Schuljahr 2013/2014 am BZ St. Konrad GWRS das ISP mit fachdidaktischem Praktikum I und fachdidaktischem Praktikum II statt.

Dieses wird seit Beginn des ISP von den Ausbildungsberatern Frau Angelika Buckenmaier-Braun, Grundschule, und Herrn Manfred Roth, Werkrealschule, betreut.

Integriertes Semesterpraktikum bedeutet, dass eine Gruppe von Studierenden, in der Regel 4 Studierende, ab ihrem 4. Semester (Beginn März oder September) ein Semester lang 4 Tage pro Woche an der Schule verbringen. Am 5. Tag der Woche finden Begleitveranstaltungen an der Hochschule statt.

Das ISP beginnt mit dem Block „Schule intensiv“ in der vorlesungsfreien Zeit für mindestens 2 Wochen und geht dann über in die 12-wöchige Praktikumsphase während des Semesters, bei der die Studierenden immer montags und freitags an der Schule sind und von den Ausbildungsberatern, bzw. weiteren Mentoren betreut werden. Dienstags und mittwochs werden die Studierenden in ihren 2 Studienfächern von den jeweiligen Dozenten der PH an den Schulen besucht, beraten und begutachtet.

Außer ihren Unterrichtshospitationen und eigenen Unterrichtserfahrungen sollen die Studierenden auch am Schulleben allgemein teilnehmen: Konferenzen, Besprechungen, Elternabende, Beratungsgespräche und weitere schulische und außerschulische Veranstaltungen.

Die Präsenszeit an der Schule während dieses 14-wöchigen Praktikums muss insgesamt 270 Stunden betragen. Für den eigenen Unterricht ist als Richtwert 30 Stunden vorgesehen.

Durch diese neue Form von schulnaher Praxis sollen die Studierenden die Möglichkeit haben, ihren eigenen Berufswunsch ausgiebig zu reflektieren.

3. Professionalisierungspraktikum

In den letzten Semestern des Lehramtsstudiums muss von den Studierenden ein Professionalisierungspraktikum absolviert werden, in dem sie eine konkrete Aufgabenstellung in unterschiedlichsten Fachbereichen bearbeiten müssen, das können Beobachtungen, Umfragen oder besondere unterrichtliche Vorhaben sein.

Ziel ist es, zum Ende des Studiums, sich nochmals intensiv mit einem Thema aus den Bereichen Fachdidaktik, Pädagogik, Schulentwicklung oder Erziehungswissenschaften zu beschäftigen und dies in einer schriftlichen Arbeit auszuarbeiten.

4. Referendariat

Die zweite Ausbildungsphase nach dem Studium ist sehr eng an die Schulpraxis gekoppelt. Neben der Begleitung durch das staatliche Seminar der Didaktik und Lehrerausbildung in Meckenbeuren verbringen die jungen Referendare 18 Monate überwiegend an der Ausbildungsschule.

Der erste Ausbildungsabschnitt des Referendariats beginnt immer am 1. Februar und dauert bis zum Ende des Schuljahres. In dieser Phase hospitieren die Lehramtsanwärter in verschiedenen Klassen und halten Unterricht in ihren studierten Fächern. Im zweiten Ausbildungsabschnitt unterrichten die Referendare ein ganzes Schuljahr selbständig mit einem Umfang von 13 Wochenstunden. Dabei werden Sie von Mentoren der Schule in ihren Ausbildungsfächern betreut und beraten. Regelmäßige Unterrichtsbesuche von Lehrbeauftragten des staatlichen Seminars ergänzen die Ausbildung. Die Referendarszeit schließt mit dem II. Staatsexamen ab.

Wir können Referendariatsplätze für beide Ausbildungsrichtungen, für die Ausbildung zum Primarlehrer (Grundschule) und auch für die Ausbildung zum Sekundarlehrer (Klassen 5-10) zur Verfügung stellen. Jedes Jahr bieten wir bis zu drei Lehramtsanwärter die Möglichkeit die Ausbildung an unserer Schule zu absolvieren.

Bewerbungen nimmt die Schulleitung gerne entgegen.

Suche