Austausche

Austausche gehen deutlich über den Charakter von Studienfahrten hinaus. Während jene mit den Schwerpunkten Sprache, Kultur(geschichte), Geographie eher das unbefangene und erlebnisbetonte "Event" vermitteln, lernen sich bei Austauschen Gleichaltrige unterschiedlicher Nationalität kennen und leben in der Austauschfamilie und in deren Kultur für einige Zeit wirklich mit. Außer der Sprachfähigkeit wächst dadurch auch das Wissen umeinander sowie das Verständnis füreinander.

Somit dienen Austausche vor allem der Völkerverständigung vor dem Hintergrund einer belasteten Geschichte zwischen den jeweiligen Ländern – als die beste Prävention gegen eine Wiederholung von humanitären Katastrophen, die Klüfte zwischen Nationen aufgerissen haben. Wer sonst als die heutige Jugend könnte diese besser überwinden?

Angebotene Austausche

Schüleraustausch in K1 mit dem Lycée Privé Catholique Jean XXIII in Yvetot, Haute Normandie

Stadtwappen von Yvetôt

Die französische Sprache im Unterricht zu lernen ist die eine Seite, sie dann auch in einer angenehmen Atmosphäre bei einer netten Gastfamilie und gleichaltrigen Jugendlichen im Alltag anzuwenden eine schöne Belohnung für die Mühen des Vokabel-und Grammatiklernens.

Seit 1994 besteht die enge Partnerschaft mit dem Lycée Jean XXIII in der Normandie und sie ermöglicht es den Französischschülern im Jahr vor dem Abitur ihr Wissen über die Kultur und Geschichte unseres Nachbarlandes in der Realität zu erfahren.

Der dreitägige Aufenthalt in Paris dient der Veranschaulichung von landeskundlichen Lerninhalten in der Kursstufe: Referate über Sehenswürdigkeiten und Künstler in Paris werden vervollständigt durch Führungen z.B. im Musée du Parfum, im Louvre oder im Musée de la Shoah.

Die gemeinsame Zeit mit den Austauschpartnern und die Entdeckung der Normandie durch die vielen von den sehr engagierten französischen Kollegen organisierten Ausflüge und den Unterrichtsbesuch sind natürlich der Mittelpunkt dieser etwa einwöchigen Studienfahrt. In dieser Woche erleben die Schülerinnen und Schüler auch eine Stärkung ihrer Persönlichkeit und ihres Selbstbewusstseins, wenn sie sehen, wie gut sie die französische Sprache beherrschen und wie sie auch mit neuen Situationen umgehen können.

Schulprojekt „Christen im Heiligen Land“

Im Gedenken an das Schicksal der jüdischen Familie Erlanger aus Ravensburg, aber auch in Solidarität mit den Christen in Israel und Palästina, die an den Wurzeln unseres Glaubens leben, dort die Botschaft Christi lebendig halten und Bestandteil der Versöhnung von Juden, Christen und Muslimen sind, unterhält das Gymnasium St. Konrad seit 1998 eine Schulpartnerschaft mit der privaten "Salvatorian Sisters Highschool" in Nazareth, ins Leben gerufen von Pater Hubert Veeser, Bad Wurzach, Dieter Köhler, Gymnasium St. Konrad und Egbert Müller-Hermle, Tagesheim St. Konrad. Dieses Bildungszentrum ist Eigentum der Kongregation der Salvatorianerinnen und besteht seit 50 Jahren. Es führt, vergleichbar mit unserer Einrichtung, rund 1600 Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zum Abitur. Aufgabe einer solchen Privatschule ist es, die christliche Minderheit zu befähigen, in Freiheit und mit Identitätsbewusstsein ebenbürtig und partnerschaftlich mit Juden und Muslimen einen entscxheidenden, positiven Aufbau einer gerechten und friedvollen Gesellschaft zu leisten und zu verhindern, dass immer mehr Christen resignieren und auswandern.

So finden gegenseitige, 14-tägige Besuche von Lehrern und Schülern der beiden Schulen statt. Die Israelis beginnen diesen Austausch jeweils im Sommer zu Schuljahresende, die Ravensburger reisen dann an Pfingsten des nächsten Schuljahres ins Heilige Land. Untergebracht sind Schüler und Lehrer in den entsprechenden Gastfamilien, in Israel darüber hinaus noch in christlichen Gästehäusern und Klöstern. Auf dem Programm steht ein umfangreiches Besichtigungsprogramm, um Land und Leute vor Ort konkret kennen zu lernen und etwaige Vorurteile abbauen zu können. Gemeinsame Gebetszeiten und Gottesdienste runden das Programm spirituell ab. In Israel finden auch Besuche bei der jüdischen Familie Erlanger sowie bei der christlich - palästinensischen Familie Mukarker statt.

Nächstes Jahr in Jerusalem!

Dieser uralte jüdische Abschiedsgruß gilt beiden Schulen als Leitmotiv ihrer Begegnungen, denn in der heutigen weltpolitischen Situation sind solche Jugenbegegnungen, v. a. zwischen deutschen und israelischen Schülern, eine nötige Basis auf dem Weg der Kulturen und Religionen, letztlich der Menschen aufeinander zu.

Das aktuelle Programm des Austausches

Eindrücke der vergangenen Austausche

Schüleraustausch mit dem I. Liceum Ogólnokształcace Nowy Targ

Polen? In Polen ist es schmutzig, man wird überall beklaut usw, usw... Die Gelegenheit, solche und ähnliche Vorurteile zu korrigieren, haben seit 1993 über 500 Jugendliche unserer beiden Schulen genutzt. Je eine Woche in Nowy Targ, in Südpolen am Rand des Tatragebirges gelegen, und in Ravensburg gilt es, ein reichhaltiges Schul- und Kulturprogramm zu erleben. Krakau und Auschwitz seien beispielhaft genannt.

Durch das Leben mit und in den Familien gelingt, was kein Reisebüro zu leisten vermag: Unser Nachbarland und seine liebenswerten, gastfreundlichen Bewohner kennenzulernen. Zwar nur kurz, dafür aber richtig. Polen? Polen!

Hier geht es weiter:

Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)

Berichte vergangener Austausche

Eindrücke des Austauschs 2013

Suche