Elterninformationsabend online

am 21. Januar um 19:30 Uhr werden bei einem digitalen Informationsabend interessierte Eltern über die einzelnen Bausteine unseres Schulkonzeptes informiert. Bei Interesse schicken Sie bitte eine E-Mail an das Sekretariat (berb@stiftungsschulamt.drs.de). Wir schicken Ihnen dann einen entsprechenden Link zur Anmeldung und weitere Informationen zu.

Vom 22. Januar bis 12. Februar haben interessierte Kinder und Eltern nachmittags die Gelegenheit, das Katholische Freie Gymnasium St. Konrad bei einer persönlichen Führung durchs Schulhaus und einem Gespräch mit der Schulleitung kennenzulernen und Fragen zu stellen. Einen Termin hierfür können Sie telefonisch über des Sekretariat unter 0751 8883-130 vereinbaren.

Liebe Eltern,

wie geeignet und wie gut eine Schule für Ihr Kind ist, ist nicht abhängig vom Auftritt auf der Homepage oder einer Informationsveranstaltung, sondern entscheidet sich im Alltag. Gerade angesichts des zurückliegenden Jahres mit Schulschließungen und Unterrichtsentfall stellt sich die Frage, welche weiterführende Schule die richtige für Ihr Kind ist, umso dringender. Als Hilfe zur Beantwortung dieser richtungsweisenden Frage habe ich Ihnen einige Informationen über unser Gymnasium zusammengestellt.

Das Bildungszentrum

Vor beinahe 50 Jahren wurde das Gymnasium am Bildungszentrum St. Konrad auf Elterninitative gegründet. Am Stadtrand gelegen und als Campus mit allen zentralen Einrichtungen angelegt, vereint es heute vom Kindergarten bis zum Gymnasium alle Schularten unter einem Dach. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Betreuungsangebot im Ganztagesbereich, zu dem eine für eine Schule enorm große Bibliothek ebenso zählt wie eine Mensa mit eigener Schulküche, also mit frisch gekochtem Essen.

Teils eigens auf St. Konrad ausgerichtete Buslinien bringen die Schülerinnen und Schüler aus dem umliegenden Gemeinden zum Schulbeginn um 8.00 Uhr auf den Burachhügel.

Unser Fundament: Der Marchtaler Plan

Der Marchtaler Plan überträgt den christlichen Grundgedanken von der Einzigartigkeit und Würde des Menschen in die Schule. Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche zu einem Leben in Freiheit und Verantwortung befähigt und erzogen werden.

Morgenkreis

Die Schulwoche beginnt bis Klasse 10 nicht mit einem spezifischen Fach, nicht mit einer Klassenarbeit, sondern mit dem Morgenkreis. Darin geht es zuerst um das, was für uns als Menschen wichtig ist: Das Miteinander, der Blick auf Schwierigkeiten und Hoffnungen, auf Aktuelles, auf Vergangenes. So werden z.B. die neuen Fünftklässler ebenso wie die neuen Lehrerinnen und Lehrer zu Schuljahresbeginn bei einer Schulversammlung der gesamten Schulgemeinschaft begrüßt – eben montags in der 1. Stunde.

Freie Stillarbeit

Freiheit muss erlernt werden und benötigt Verantwortung. Die Freie Stillarbeit von Klasse 5 bis 7 sowie die Freien Studien in der Mittelstufe stellen eine Lernchance dar. Die Kinder dürfen innerhalb eines Rahmens selber über ihren Lernweg entscheiden. Dieser Rahmen weitet oder verengt sich je nachdem, wie weit ein Kind für sich Verantwortung übernehmen kann. Vor allem eröffnet die Freie Stillarbeit Raum für individuelle Rückmeldungen und Lernbegleitgespräche.

Vernetzter Unterricht

Im Vernetzten Unterricht wird ein Thema von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet, nämlich aus biologischer, geographischer, religiöser und historischer Perspektive. Nicht wirklich überraschend kann man dabei feststellen, wie sehr Dinge zusammen- oder voneinander abhängen – eben vernetzt sind. Die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler erkunden und gestalten z.B. als erstes ihren Lebensraum, vom Ich zum Du zum Wir, vom Klassenzimmer über die Schule, die Kirchengemeinden, die Stadt bis hin zu Flora und Fauna inklusive des Zusammenhangs zur Bewirtschaftung einer Landschaft. Während der Vernetzte Unterricht in der 5. und 6. Klasse noch in der Hand eines Lehrers liegt, wird er ab Klasse 7 in Tertialen von entsprechenden Fachlehrern mit einer gemeinsamen Zielperspektive unterrichtet.

Übergang von der Grundschule ans Gymnasium: „Gut beginnen“

Zum Übergang gehört vor allem die Beziehung zueinander. Ein Klassenlehrerteam mit zahlreichen Stunden in der eigenen Klasse, die Inhalte des Vernetzten Unterrichts, die Morgenkreise, Kennenlerntage vor den Herbstferien, ein Patensystem mit älteren Schülerinnen und Schülern sorgen ebenso wie beispielsweise die gemeinsame Gestaltung und Aneignung des Klassenzimmers dafür, dass unsere Fünftklässlerinnen und Fünftklässler eben „gut beginnen“ können – und wenn es trotzdem Ungereimtheiten geben sollte, suchen wir das Gespräch mit Ihrem Kind und mit Ihnen.

 

„Summer School“ – auch für neue Fünftklässler

Aufgrund der besonderen Lernsituation in der Corona-Zeit wurde von Kollegen das Konzept einer „Summer School“ entwickelt: Angeleitet und mit Unterrichtsmaterialien von Fachlehrern ausgestattet, unterrichteten ältere Schülerinnen und Schüler (Kl. 9 – K2) während der letzten beiden Ferienwochen kleine Gruppen (max. vier Personen) aus den jüngeren Klassenstufen in Mathematik, Deutsch und den Fremdsprachen. Mit über 100 Teilnehmern und mit einer überaus positiven Evaluation hat sich dieser Weg als sehr erfolgreich und passend erwiesen, weswegen wir dieses Angebot in den kommenden Sommerferien wiederholen und für zukünftige Fünftklässler/innen öffnen werden.

Sprachliches, naturwissenschaftliches und musisches Profil

Als allgemeinbildendes Gymnasium bieten wir unterschiedliche Wege zum Abitur an: In Klasse 6 kann man sich zwischen Französisch und Latein als zweite Fremdsprache entscheiden. Ab Klasse 8 spricht man von Profilen: Neben dem sprachlichen Profil mit Französisch oder Spanisch als Hauptfach gibt es bei uns das naturwissenschaftliche mit VUN (Vernetzter Unterricht Naturwissenschaften). Erst seit zwei Jahren und als einziges Gymnasium im Schussental kann man bei uns ein musisches Profil belegen. Musik wird dann in Klasse 8 zum Hauptfach. Die ideale Vorbereitung hierauf ist der Musikzug ab Klasse 5. Die entsprechenden Schülerinnen und Schüler musizieren eine weitere Unterrichtsstunde gemeinsam. Vielfach konnten wir schon beobachten, dass dieses Angebot nicht nur die musikalische und persönliche Entwicklung verstärkte, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Klasse.

In der Kursstufe bieten wir eine Vielzahl an Kursen an – auch in Kooperation mit dem Gymnasium Weingarten und den städtischen Gymnasien.

Unser religiöses Profil

Als kirchliche Schule sind wir der Überzeugung, dass für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auch geistliche Angebote und Rituale wichtig sind, dass sie sich mit der Frage nach Glauben und nach Sinn auseinander setzen müssen und wollen. Daher bieten wir über religiöse Themen im Vernetzten Unterricht hinaus die Chance, eigene Erfahrungen zu machen: Im Morgenkreis, im Morgengebet, in Besinnungen und Gottesdiensten, in Tagen der Orientierung in Klasse 9 und in Besinnungstagen vor der schriftlichen Abiturprüfung sowie in besonderer Weise im Schüleraustausch mit einer christlichen Schule in Nazareth.

Mittagessen und Betreuung

Aus inzwischen intensiver eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, welch hohe Qualität das frisch gekochte Mittagessen aus unser eigenen Schulküche besitzt. In der Unterstufe werden die Schülerinnen und Schüler dabei noch von Betreuerinnen aus dem Ganztagesbereich beaufsichtigt und begleitet. Zahlreiche AG- und Stützpunktangebote bereichern unsere Mittagsfreizeit. Unter anderem gehört die täglich geöffnete Bibliothek dazu, aber auch die Spieleausgabe oder das Bastelzimmer. An unterrichtsfreien Nachmittagen außer am Freitag bietet der Ganztagesbereich zudem eine Hausaufgabenbetreuung mit einem zusätzlichen Freizeitangebot an.

Schulkosten

Private Schulen werden zu 80% vom Land bezuschusst. Die verbleibenden Kosten übernimmt teilweise die Diözese Rottenburg-Stuttgart, teilweise die Eltern in Form von Schulgeld. Aktuell beträgt das monatliche Schulgeld 60 €, der jährliche Beitrag im Förderverein 92 € (jeweils pro Familie). Selbstverständlich steht ein Stipendienprogramm zur Verfügung, falls eine Familie diese Beträge aktuell nicht aufbringen kann.

Was uns wichtig ist

Im Mittelpunkt unseres Auftrags steht die Schülerin, der Schüler als ganzheitliche Person. Die Sozialräume Klasse und Schule verstehen wir als geeignete und zu gestaltende Lernräume. Um Lernfortschritte im individuellen und sozialen Lernen anzuregen, versuchen wir den Unterrichtsentfall zu minimieren und gleichzeitig ein reiches Angebot mit Arbeitsgemeinschaften, Exkursionen, Wettbewerbsteilnahmen und später Austauschen und Studienfahrten anzubieten. Für die bestmöglichen Lernfortschritte und die persönliche Entwicklung möchten wir in engem Kontakt mit Ihnen als Eltern stehen und den Schülerinnen und Schülern Raum zur Verantwortung geben: In den freien Arbeitsformen wie der Freien Stillarbeit ebenso wie in der Klasse oder für die Schule, z.B. in der Schülermitverantwortung (SMV). Dieses gute Miteinander ist für uns auch im Kreis der Lehrerinnen und Lehrer konstitutiv und wird dadurch unterstützt, dass das Kollegium jährlich eine zweitägige Fortbildung in der kirchlichen Lehrerakademie in Obermarchtal gemeinsam durchführt. Zu alldem braucht es eine offene, gute Atmosphäre mit transparenter Kommunikation und Verlässlichkeit.

Insgesamt verstehen wir uns als tolerante und ökumenische Schule, die in einer pluralen Welt einerseits eine klare Ausgangsposition einnimmt, andererseits Themen und Ideen von außen aufzunehmen bereit ist, um sich zu entwickeln, um für Schüler, Eltern und Mitarbeiter im besten Sinne wert-voll zu sein.

Bei unserem digitalen Infoabend wie bei den persönlichen Führungen (je nach Situation virtuell) können wir diese Themen vertiefen und weitere Fragen besprechen. Gerne können Sie auch schon im Vorfeld Kontakt aufnehmen: martin.wotkedontospamme@gowaway.bzstk.de.

Ich wünsche Ihnen eine gute Entscheidungsfindung und hoffe, dass Sie die für Ihr Kind richtige Schule finden. Wie immer in diesem Zusammenhang zum Schluss, so auch jetzt: Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu!

In der Hoffnung auf ein persönliches Kennenlernen und mit freundlichen Grüßen

 

Martin Wotke

Schulleiter

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